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NAHRUNGSMITTELKRISE: BEREITS 2015 WURDE AUCH DAFÜR EIN ENTSPRECHENDES PLANSPIEL DURCHGEFÜHRT

Landwirtschaft – Bildquelle: Pixabay / PublicDomainPictures; Pixabay License

Im Jahr 2015 trafen sich 65 Personen am Hauptsitz des World Wildlife Fund in Washington D.C. Diese Personen waren internationale Politiker, Geschäftsleute, Akademiker und “Vordenker”. Ihr Ziel? Die Simulation einer Welternährungskrise, die 2020 beginnen und bis 2030 andauern würde.

Die damalige Pressemitteilung der Veranstaltung wurde auf der Website des Großkonzerns Cargill veröffentlicht und enthüllte, dass es laut dieser “Simulation einer Nahrungsmittelknappheit” im Jahrzehnt zwischen 2020 und 2030 zwei große Nahrungsmittelkrisen geben würde. In diesem Zeitraum würden die Preise um 400% des langfristigen Durchschnitts steigen, es gäbe eine Reihe von klimabedingten Wetterereignissen, Regierungen würden in der Ukraine und in Pakistan gestürzt, und eine Hungersnot würde Flüchtlingswellen aus den Ländern Myanmar, dem Tschad, dem Sudan und Bangladesch auslösen.

In der Simulation war eine der staatlichen Lösung eine sogenannte Fleischsteuer. Eine weitere, eine globale Kohlenstoffsteuer.

Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Food-Chain-Reaction-Crisis

 

Nachfolgend ein paar Ausschnitte der Pressemitteilung in deutscher Übersetzung:

Am Montag und Dienstag versammelten sich 65 internationale Politiker, Akademiker, Geschäftsleute und Vordenker am Hauptsitz des World Wildlife Fund in Washington DC, um zu erörtern, wie die Welt auf eine künftige Nahrungsmittelkrise reagieren würde.

Das Planspiel führten die Teilnehmer in den Jahren 2020 bis 2030 durch. Wie vorausgesagt, brachte dieses Jahrzehnt zwei große Nahrungsmittelkrisen mit Preisen, die sich 400% des langfristigen Durchschnitts näherten, [ausgelöst durch] eine Reihe von klimabedingten extremen Wetterereignissen, Regierungsstürze in Pakistan und der Ukraine sowie Hungersnöte und Flüchtlingskrisen in Bangladesch, Myanmar, dem Tschad und dem Sudan.

Klima, Hunger, zivile Unruhen und explodierende Lebensmittelpreise trafen diese Woche beim Food Chain Reaction-Spiel in Washington DC aufeinander. Meist gewann die Zusammenarbeit. Zusammen mit dem WWF, dem Center for American Progress und dem Center for Naval Analyses war Cargill einer der Organisatoren von Food Chain Reaction. Das Unternehmen war in dem Planspiel durch den UNternehmenvizepräsidenten Joe Stone vertreten.

[…]Zwei Tage lang erarbeiteten die Teilnehmer – aufgeteilt in Teams für Afrika, Brasilien, China, die EU, Indien, die USA, internationale Unternehmen und Investoren sowie multilaterale Institutionen – als Delegationen in intensiven Verhandlungen ihre politischen Antworten.

(On Monday and Tuesday, 65 international policymakers, academics, business and thought leaders gathered at the World Wildlife Fund’s headquarters in Washington DC to game out how the world would respond to a future food crisis.

The game took the players from the year 2020 to 2030. As it was projected, the decade brought two major food crises, with prices approaching 400 percent of the long term average; a raft of climate-related extreme weather events; governments toppling in Pakistan and Ukraine; and famine and refugee crises in Bangladesh, Myanmar, Chad and Sudan.

Climate, hunger, civil unrest and spiking food prices came together at the Food Chain Reaction game in Washington DC this week. Cooperation mostly won the day. Along with WWF, the Center for American Progress and the Center for Naval AnalysesCargill was one of Food Chain Reaction’s organizers. The company was represented in the game by Corporate Vice President Joe Stone.

[…]Over two days, the players – divided into teams for Africa, Brazil, China, the EU, India, the U.S., international business and investors, and multilateral institutions – crafted their policy responses as delegations engaged in intensive negotiations.)

Natürlich erwies sich die “globale” Zusammenarbeit als der vorteilhafteste “Lösungsansatz”. Fühlen Sie sich auch an das Event 201 und dessen Ergebnisse erinnert?

Die Zusammenarbeit setzte sich meist über den kurzfristigen individuellen Vorteil durch. Die Teams verpflichteten sich, gemeinsam internationale Informationsnetzwerke und Frühwarnsysteme für Hunger und Nutzpflanzen aufzubauen, gemeinsam in intelligente Agrartechnologie zu investieren und globale Nahrungsmittelvorräte als Puffer gegen Klimaschocks anzulegen.

Angesichts eines steilen Preisanstiegs mit drohender weltweiter Nahrungsmittelknappheit im Jahr 2022 setzte die EU irgendwann ihre Umweltvorschriften für die Landwirtschaft aus und führte eine Steuer auf Fleisch ein. Beide Maßnahmen wurden 2025 schnell wieder rückgängig gemacht, als die Ernten wieder normal wurden und die Spannungen im hypothetischen Universum nachließen.

(Cooperation mostly won the day over the short term individual advantage. Teams pledged to build international information networks and early warning systems on hunger and crops together, invest jointly in smart agricultural technology and build up global food stocks as a buffer against climate shocks.

In the face of a steep price spike with looming global food shortages in 2022, the EU at one point suspended its environmental rules for agriculture and introduced a tax on meat. Both measures were quickly reversed in 2025, as harvests went back to normal and tensions eased in the hypothetical universe.)

Kohlenstoff- und Fleischsteuern werden im Planspiel als “eine Möglichkeit” genannt.

Das auffälligste Ergebnis war jedoch eine Vereinbarung zwischen den USA, der EU, Indien und China, die für die 20 größten Treibhausgas-Emittenten stehen, eine globale Kohlenstoffsteuer einzuführen und die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 zu begrenzen.

“Wir haben gelernt, dass eine Kohlenstoffsteuer in den kommenden Jahren eine Möglichkeit ist”, räumte Stone ein. “Aber bevor wir in Betracht ziehen können, mit einer solchen Maßnahme fortzufahren, müssen wir sie untersuchen und viel besser verstehen. Wir müssen plötzliche Marktverzerrungen und unvorhergesehene Folgen vermeiden.”

Stone sagte, er sei beeindruckt von der Komplexität des Planspiels und den Folgen einiger der getroffenen Entscheidungen zweiter und dritter Ordnung. “Nehmen Sie die Fleischsteuer, die Europa erheben wollte, und denken Sie darüber nach. Welches Fleisch werden Sie besteuern – meinen Sie damit auch Geflügel und Rindfleisch oder Aquakultur? Wo erheben Sie die Steuer, wohin fließt das Geld, was sind die unbeabsichtigten Folgen?”

Das Planspiel wurde im Laufe der Monate mit maximalem Realismus aufgebaut. Das Szenario wurde aus Ereignissen extrapoliert, die sich tatsächlich in der realen Welt ereignet haben, wie z.B. die Nahrungsmittelkrise von 2008-2009 oder die jüngste Reihe der heißesten Jahre und Monate, die in der Vergangenheit verzeichnet wurden.

Der Cargill-Ökonom Tim Bodin, der an der Gestaltung des Planspiels beteiligt war und in der Jury saß, die die Züge der Mannschaft bewertete, sagte, er sei überrascht über den Grad der Zusammenarbeit. “Die meisten Leute begannen mit einer kurzfristigen Perspektive, gingen aber ziemlich schnell zu langfristigen Maßnahmen über – sie begannen, an der Stärkung der Widerstandsfähigkeit zu arbeiten, anstatt nur Brände zu löschen.”

(The most eye-catching result, however, was a deal between the U.S., the EU, India and China, standing in for the top 20 greenhouse gas emitters, to institute a global carbon tax and cap CO2 emissions in 2030.

We’ve learned that a carbon tax is a possibility in years ahead,” acknowledged Stone. “But before we can consider moving ahead with a measure like that, we must study it and understand it much better. We have to avoid sudden market distortions and unforeseen consequences.”

Stone said he was impressed with the complexity of the game and the second and third order consequences of some of the decisions that were taken. “Take the meat tax Europe wanted to impose, and think through that. What meat are you going to tax – does that mean poultry and beef or aquaculture as well? Where do you levy the tax, where does the money go, what are the unintended consequences?”

The game was built over the course of months, with maximal realism in mind. The scenario was extrapolated from events that have actually occurred in the real world, such as the food crisis of 2008-2009 or the recent string of hottest years and months on record.

Cargill economist Tim Bodin, who helped design the game and sat on the judges’ panel that evaluated the team’s moves, said he was surprised by the degree of cooperation. “Most people started out with a short-term perspective, but transitioned to long-term measure pretty quickly – they started working to strengthen resiliency instead of just putting out fires.”)

Nochmals zur Erinnerung: Diese Pressemitteilung und das Planspiel fanden im Jahr 2015 statt. Und doch ist es fast so, als würde man das Drehbuch für das Jahr 2020 lesen.

Letztlich sehen wir darin eine eindeutige Agenda.

Tatsache ist, dass wir wissen, dass es für all diese Dinge eine Agenda gibt – Nahrungsmittelknappheit, Fleischsteuer, globale Kohlenstoffsteuer; und Corona als das hilfreichste Momentum, das es je für die Umsetzung einer Neuen Weltordnung gab.

Quellen:
Food Shortage Simulation Predicts 400% INCREASE in Food Prices by 2030
The Supply Chain Is Broken and Food Shortages Are HERE
Food Chain Reaction crisis simulation ends with global carbon tax


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